Zieht euch Tapeten an!

„Diese Hipster Cafés sehen alle gleich aus, ich kann es echt nicht mehr ab.“ Hört man eine Berlinerin in Neukölln sagen. Sie steht vor einem dieser Treffpunkte für junge Kreative und betrachtet die Aneinanderreihung der modernen Arbeitsplätze. „Überall sind die Tapeten abgerissen, die nackte, alte Wand entblößt, aufgefüllt wird mit alten Möbeln, die auf gar keinen Fall zusammenpassen dürfen, vom Flohmarkt.“

Aber die Tapeten haben keine Schuld. Sie sind schön wie eh und je, doch werden sie heutzutage anders getragen, nicht mehr von Wänden, sondern von Menschen. Vielleicht begann der Trend mal wieder aus Kostengründen, aber wenn man ein kulturell interessierter Mensch ist, kann man diese Entwicklung nicht immer so ganz nachvollziehen, gibt es doch auch gute Kleidung beispielsweise online bei albamoda.de.

Man denke an Versailles, oder sogar nur an einige alte englische Häuser. Ganze Zimmer sind in einer Farbe geschmückt, grüner Stuck und grüne Tapete, natürlich mit Muster, teilweise mit Gold, immer aber verziert, nie einfach nur farbig. William Morris fertigte Tapetenmuster, die es noch heute als Papierdruck zu kaufen gibt. Jugendstil-Blumen schlängeln sich über die Bahnen, als gäbe es kein Morgen. Beim Anblick dieser Muster beschleicht einen Neid, gleichzeitig aber sagt man sich, dass das im Zimmer sicherlich nicht gut aussieht, dass es man schnell überdrüssig werden würde.

Doch werden wir der alten Kunst wirklich überdrüssig? Sind wir jemals in ein altes Gebäude, nach Frankreich, nach Spanien, nach England, nach Italien gefahren und haben gedacht: Ach, wie langweilig, da habe ich lieber meine weiße Raufasertapete? Nein, haben wir nicht. Der Beweis ist auf allen derzeitigen Modeschauen der großen Häuser und auch bei Modeportalen wie albamoda.de zu betrachten. Durchgängig das gleiche Muster ist auf den Kleidern zu sehen, ganz so, als trägen die Models Tapete am Körper.

So sollten wir uns vielleicht erneut besinnen und unsere Zimmer wieder mehr schmücken, mehr Mühe investieren, mehr Kunst, mehr Tapete. Ein gemütliches Zimmer verführt zu Kunst und beflügelt die Muse, alles wirkt tiefer, länger, ehrlicher, echter.

Die abgezogene Raufasertapete bei der Renovierung kann man ja anziehen und ins Café gehen, ein Hingucker wäre man auf jeden Fall.

Bild: katz23 – Fotolia

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