So macht Frau im Sommer Kleidungsschnäppchen

So macht Frau im Sommer KleidungsschnäppchenWas wäre der Textilhandel ohne Sonderangebote? Auch dieses Jahr werden sich wieder zahlreiche Einzelhändler am Sommerschlussverkauf beteiligen. Für sie stellt der Sommerschlussverkauf den Höhepunkt der Rabattschlachten dar.

Zeit für Schnäppchen

Das Unternehmen „H&M“ lockt derzeit mit „Finale Sale“ und „–70%-Prozent-Angeboten“; auch Gerry Weber lockt mit „20 Prozent auf reduzierte Artikel“. Aber auch kleinere Läden werben schon mit dem Sommerschlussverkauf und versprechen „nochmalige Reduzierungen“. Wenn die Schaufensterläden mit roten Lettern versehen sind und die Prozentschlacht entbrannt ist, weiß der Kunde, es ist endlich wieder Sommerschlussverkauf. Zeit für Schnäppchen! Auch Deichmann ist für seine Rabatte bekannt, das Schuhhaus verlost gerade Gutscheine auf dem Portal http://www.idee-fuer-mich.de/.

Der Sommerschlussverkauf hat an Bedeutung verloren

Glaubt man der Umfrage von EY, einer Beratungsgesellschaft, werden im Jahr 2016 mehr Händler als 2015 an der Rabattschlacht teilnehmen. 2014 waren es gerade einmal 44 Prozent; diesen Sommer wollen sich 60 Prozent der Händler am Sommerschlussverkauf anschließen. Doch Insider wissen, dass der traditionelle Sommerschlussverkauf – im Vergleich zu den letzten Jahren – einen anderen Stellenwert eingenommen hat. „Vor Jahren strömten Menschenmassen in den Laden. Heute ist das nicht mehr der Fall“, so Bettina Grüninger. Die Dozentin der „Akademie für Modemanagement“ in Nagold weiß, dass viele Händler heute nicht mehr bis Ende Juli und schon im Vorfeld Schnäppchen anbieten. Der „Finale Sale“ wird immer wieder durch „Pre-Sale“, „Mid-“ oder auch „End-Season-Sale“ ergänzt. Die Kunden erhalten über das Jahr verteilte Schnäppchen, sodass der große Sommerschlussverkauf an Bedeutung verloren hat.

Das Einkaufsverhalten hat sich verändert

Martin Fassnacht, Marketing-Experte der Wirtschaftshochschule WHU, weiß, dass der Rotstift immer öfter und früher angesetzt wird. Eine Rolle spielt der Online-Handel. Die Preistransparenz sorgt dafür, dass immer mehr Händler billiger werden müssen; wer keine Schnäppchen unter dem Jahr macht, wird nicht mehr in den Laden kommen, sondern aus dem Internet bestellen. Fassnacht ist sich sicher, dass die veränderte Situation auch das Einkaufsverhalten der Deutschen ändern wird. „Der Kunde ist heute fast nicht mehr bereit, einen normalen Preis zu bezahlen. Er wartet auf Rabatte und will Geld sparen“, so der Marketing-Experte abschließend.

Bild: Thinkstock, 482851790, iStock, SrdjanPav

 Similar Posts: