Shopping-Glück oder Kauf-Sucht: Wenn Einkaufen zum Problem wird

Frau beim OnlineshoppingEinkaufen macht Spaß, neue Kleider und Möbel geben ein gutes Gefühl, und viele Menschen wollen sich einfach etwas Gutes tun, wenn sie auf Einkaufstour gehen. Doch auch Einkaufen kann zum Problem werden. Lesen Sie hier, auf welche Alarmsignale Sie achten sollten.



Fälle aus der Schuldnerberatung

Wer ist suchtgefährdet? Ein besonderes Alarmsignal sind sogenannte Frustkäufe: Die Betroffenen kaufen etwas, damit sie sich besser fühlen und Frustrationen abbauen. Ab und an hat das jeder schon einmal gemacht. Vorsicht ist geboten, wenn regelmäßig unangenehme Gefühle mit einer Einkaufstour überdeckt werden. Und das ist nicht nur für die Psyche ungesund, Im Extremfall häufen die Betroffenen tausende Euro Schulden auf. Experten aus der Schuldnerberatung kennen viele Fallgeschichten, in denen eine Kaufsucht direkt in die Schuldenfalle geführt hat. Wie dann eine Schuldnerberatung aussehen kann, lesen Sie hier.

Dies sind Anzeichen für eine Kaufsucht:

  • Sie fühlen einen starken inneren Drang einzukaufen
  • Das Einkaufen und das Nachdenken über das Einkaufen nimmt einen großen Teil Ihrer Zeit in Anspruch
  • Die Zeitabstände zwischen den Einkäufen werden kürzer, Sie kaufen mehr
  • Sie erleben Entzugssymptome, wenn Sie nicht einkaufen können (Depressionen, mentale Probleme)
  • Sie können Ihr Verhalten nicht mehr kontrollieren und nicht damit aufhören

Wenn Sie mehrere dieser Alarmsignale an sich selbst bemerken, helfen Ihnen Angebote aus der Suchtberatung oder Schuldenberatung weiter. In Selbsthilfegruppen haben Sie die Möglichkeit, sich offen und ohne Scham auszutauschen. Auch Ihren Hausarzt oder Hausärztin können Sie von den Schwierigkeiten berichten.

Was Sie gegen Kaufsucht tun können

Falls das Einkaufsverhalten tatsächlich problematisch ist, sollten Sie sich Hilfe organisieren. Der erste Schritt besteht darin, sich die Sucht einzugestehen. Anschließend geht es darum, Strategien gegen die Kaufsucht zu entwickeln. Aus der Schuldnerberatung kommen wertvolle Tipps, wie Sie mit Ihrem Geld besser haushalten: Führen Sie ein Haushaltsbuch, kaufen Sie nur noch bar ein und verzichten Sie auf eine Kreditkarte. Genauso wichtig ist aber, den Ursachen Ihres Suchtverhaltens zu begegnen: Psychische Probleme sind gut behandelbar, und gemeinsam mit Beratungsstellen, Psychologen oder Ärzten wird es Ihnen gelingen, aus der Sucht wieder herauszufinden.

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