Schnäppchenjäger aufgepasst: So viel Wahrheit steckt hinter den Spar-Mythen

Euros fallen durch HandIn kaum einem Bereich sind wir so leichtgläubig wie beim Geldausgeben. Wir denken, dass wir bei vernünftig und rational entscheiden, was wir zu welchem Preis kaufen, doch dann schlägt sie wieder zu: Die Schnäppchenfalle. Lesen Sie hier über die größten Irrtümer beim Sparkauf!




  • Die günstige Großverpackung

Rechnen Sie genau nach, ob die größere Packung auch wirklich günstiger ist. Rechnen Sie den Preis um in Cent je 100 Gramm oder Euro je Stückzahl. In Supermärkten helfen dabei Preisauszeichnungen, die die Preise vergleichbar machen.

Wenn Sie zu Großverpackungen greifen: Überlegen Sie, wo Sie die 50 Klopapierrollen lagern wollen? Wie schnell können Sie einen Vier-Liter-Kanister Olivenöl aufbrauchen? Und wie viele Bananen aus dem günstigen Fünf-Kilo-Eimer werfen Sie am Ende der Woche weg? Großverpackungen sind nicht automatisch günstiger.

  • Signalwörter und Preissignale

Wir wissen genau, wie es funktioniert – trotzdem zeigen wissenschaftliche Experimente wieder und wieder, dass wir drauf reinfallen. „Billig, Ausverkauf, Räumungsverkauf, Alles muss raus“ sind Signalwörter, die uns zum Handeln animieren. Auch „Nur noch heute“, „2 für 3“ und Nur noch wenige Exemplare“ verführen uns zum Zugreifen. Eine andere Wirkung hat die angebliche Genauigkeit: 19,99 Euro – das klingt viel genauer als 20 Euro. Und hat eine größere Überzeugungskraft.

Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Ein echter totaler Räumungsverkauf ist sehr selten. „Aktionen“ und „Sales“ durchschauen Sie: Diese Marketing-Maßnahmen locken Sie in die Geschäfte. Welchen Preis Sie zu zahlen bereit sind, entscheiden immer noch Sie!

  • Besondere Marktplätze

Die Umgebung macht so viel aus. Auf dem Flohmarkt sitzt das Geld locker, auch wenn Sie vieles von Ihren Spontankäufen schon zuhause nicht mehr mögen. Auktionen im Internet können teuer werden, wenn Sie sich kein Preislimit setzen. Duty-Free-Shops: Sie haben Zeit, es ist langweilig, Sie müssen noch fremde Währung loswerden – aber sie müssen im Flughafen nicht Shoppen. Trinken Sie stattdessen einen Kaffee, das kommt günstiger. Und nur weil Sie in einem Fabrik-Outlet sind, sollten Sie nicht mit vernünftigen Preisvergleichen aufhören.

  • All you can eat und andere Flatrates

Jeder kennt es: Der All-you-can-eat-Ausflug ins Restaurant endet mit einem unglaublichen Völlegefühl und leichter Frustration: Wieder einmal haben Sie mehr gegessen, als Sie eigentlich wollten. Wirklich zu empfehlen eigentlich nur für Teenager. Ähnlich ist es mit der Handy-Flatrate: Klingt attraktiv, aber wie oft überprüfen Sie, ob sich die praktische Handy-Flat-Rate für Sie tatsächlich rechnet? Oder das Fitness-Studio: Der Vertrag läuft und läuft, während Sie sich täglich sagen: ich müsste mal wieder hingehen. In diesem Fall zahlen Sie eindeutig drauf.

Beim Einkaufen ist es wie bei vielen anderen Entscheidungen: Bleiben Sie realistisch, durchschauen Sie das Spiel – aber lassen Sie sich den Spaß am Einkaufen nicht verderben. Freuen Sie sich, wenn Sie Ihr Lieblingsstück gefunden haben und ein dickes rotes Reduziert-Schild dranhängt – man kann ja auch einfach einmal Glück haben.

Image: K.-U. Häßler – Fotolia

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