Die Alternativen zu Netflix im Check

Die Alternativen zu Netflix im Check Seit gut drei Monaten ist der US-Streamingdienst Netflix nun auf dem deutschen Markt aktiv, der erste Hype hat sich gelegt. Wettbewerber wie Maxdome, Amazon Prime Instant Video und Watchever hatten ihr Angebot bereits im Vorfeld ordentlich aufgerüstet, um mit dem neuen Wettbewerber mithalten zu können. Nicht ganz unberechtigt: Schließlich handelt es sich bei Netflix um die weltweit am meisten genutzte Video-Flatrate. Wir haben einmal das Angebot von Netflix und seinen größten Mitbewerbern unter die Lupe genommen.

Netflix

Netflix startete 1997 in den USA, damals noch als Online-DVD-Verleih. Bereits zwei Jahre nach der Gründung führte das Unternehmen ein Flatrate-Preismodell ein. Im Jahr 2007 erweiterte Netflix das Angebot und bot die ersten Filme im Online-Stream an, seit 2011 werden auch eigene Fernsehserien produziert. Seitdem hat sich Netflix als einer der führenden Video-on-Demand-Anbieter am Markt etabliert. Serien wie „Lilyhammer“, „House of Cards“ und „Orange is the New Black“ haben erheblich zu diesem Erfolg beigetragen und werden weltweit von verschiedenen Fernsehsendern ausgestrahlt. Das Netflix-Monatsabo ist ab 7,99 Euro erhältlich.

Maxdome

Maxdome ist der älteste Streamingdienst auf dem deutschen Markt. Gegründet wurde die ProSiebenSat.1-Tochter im Jahr 2003. Neben Filmen und Serien ist auch ein Großteil der Mediathek der Sendergruppe aus München Teil des Angebots – zum Beispiel alle Sat.1-Eiegenproduktionen und die bekannten Serien die auf den jeweiligen Sendern (Sat.1, ProSieben, KabelEins, Sixx, etc.) laufen. Praktisch: Viele der Serien und Filme können auch heruntergeladen und offline geschaut werden. Das Maxdome-Paket kostet 7,99 Euro im Monat.

Amazon Prime Instant Video

Der Versandriese Amazon bietet seit Februar 2014 mit Amazon Prime Instant Video ebenfalls ein Video-on-Demand-Paket an. Für Amazon Prime Kunden ist der Zugriff auf das komplette VoD-Sortiment im Jahrespreis von 49 Euro enthalten – also für etwa 4 Euro im Monat. Wer auf den kostenlosen Premiumversand verzichten möchte, kann das Instant Video Paket auch einzeln kaufen. Die Gebühr hierfür beträgt 7,99 Euro monatlich. In den USA hat Amazon bereits damit begonnen, eigene Serien zu produzieren. In Deutschland kann man davon zum Beispiel „Alpha House“ über Amazon Instant Video sehen. Weitere Serien sollen folgen.

Watchever

Das Portal Watchever wurde 2013 ins Leben gerufen und gehört zum französischen Medienkonzern Vivendi SA. Für einen Monatsbeitrag von 8,99 Euro können die Nutzer ebenfalls viele Serien und Filme on- und offline streamen. Im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Portalen stellt Watchever keine Eigenproduktionen her. Dafür gibt es aber exklusive Vermarktungsrechte mit einigen großen US-Filmstudios. So war beispielsweise Watchever das einzige Portal, bei dem man die Folgen der Erfolgsserie „Breaking Bad“ bereits drei Tage nach US-Ausstrahlung sehen konnte.

Welches Portal für wen?

Welches Portal für wen geeignet ist, hängt stark vom individuellen Nutzerverhalten ab. Wer Filme und Serien auch im Zug oder Flieger sehen will, sollte ein Portal nutzen, dass den Offline-Modus anbietet, so wie Maxdome und Watchever. Wer bereits Amazon Prime Kunde ist, ist mit dem Prime Instant Video Paket am besten bedient. Dort stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer gern Serien schaut, die auf Sendern der ProSibenSat.1-Gruppe laufen, sollte Maxdome nutzen. Wer vor allem Filme aus den unterschiedlichsten Genres gucken möchte, der sollte zu Watchever greifen. Wer auf Serienhits wie „Orange is the New Black“ oder den US-Hit „House of Cards“ mit Kevin Spacey nicht verzichten möchte, der sollte sich für ein Netflix-Abo entscheiden.

Pic: HaywireMedia – Fotolia


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