Ganz schön (und) billig – das Motorola Moto G

Smartphone in der Hand einer FrauMit dem Moto G bringt Motorola ein Smartphone der Mittelklasse zu einem echten Kampfpreis auf den Markt. Dabei sollen selbstverständlich keine Abstriche gemacht werden, weder in der Qualität noch bei der Hardware. Das zumindest verspricht der Hersteller. Doch kann das Gerät wirklich diese Voraussetzungen erfüllen und mit anderen Handys konkurrieren, die doppelt oder sogar dreimal so viel kosten?

Großes Display und ein Prozessor mit vier Kernen

Seit dem Samsung Galaxy Note sind große Displays für ein Handy der oberen Preisklasse zur Pflicht geworden. Das Moto G besitzt nicht ganz die Diagonale des aktuellen Flaggschiffs Galaxy S5, ist mit 4,5 Zoll aber ausreichend. Die Auflösung beträgt 1280 x 720 Bildpunkte oder HD 720p. Das ist für diese Größe mehr als akzeptabel und ermöglicht eine ähnlich scharfe Darstellung wie beim iPhone 5S. Als Prozessor dient ein Snapdragon-Chip, der mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,16 GHz arbeitet. Das ist mehr als ausreichend für das sehr schmale Betriebssystem und bietet ausreichend Ressourcen für anspruchsvolle Anwendungen und Multitasking mit zahlreichen Apps. Dementsprechend reagiert das Moto G verzögerungsfrei auf Eingaben und kommt dank integriertem Grafikprozessor auch bei Spielen nicht ins Stottern.

Ein schlankes Betriebssystem auf neuestem Stand

Sehr attraktiv: Anders als viele Unternehmen verzichtet Motorola auf ein umfangreiches Branding und zusätzliche Apps, die meist nur wenig benutzt werden, dafür aber viel Speicher verbrauchen. Stattdessen verwendet es die natürliche Oberfläche von Android, die den meisten Nutzern bereits von anderen Geräten bekannt sein dürfte. Allerdings wurde nicht darauf verzichtet, einige neue und sehr nützliche Extras zu integrieren – so schaltet etwa der Assistent Anrufe während wichtiger Termine oder bei Nacht automatisch stumm. Die derzeitige Version Android 4.3 soll zudem ein Update auf das neue 4.4 erhalten, sobald dieses verfügbar ist. Einer der größten Schwachpunkte ist derzeit noch der fehlende Speicherschacht, der allerdings in der LTE-Version nachgerüstet werden soll. Dadurch kann der interne Speicher von 8 GB oder 16 GB dann um Karten bis zu 64 GB erweitert werden.

Solide Verarbeitung und eine moderne Technik

Insgesamt macht das Moto G einen sehr guten, robusten Eindruck. Die Schale liegt gut in der Hand. Mit seinen technischen Details kann das Smartphone in vielen Bereichen überzeugen und auch die Akkulaufzeit ist mit elf Stunden bei durchschnittlicher Nutzung mehr als ausreichend.

IMG: ThinkStock, iStock, LDProd

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