Mini-PCs als Alternative zum Desktop-Rechner

TastaturDie Zeiten, in denen PC-Gehäuse groß und sperrig sind, scheinen allmählich zu Ende zu gehen. Heute geht der Trend nämlich in Richtung sogenannter Mini-PCs, die kaum größer als eine CD-Hülle sind, aber dennoch für wohl die meisten Vorhaben mehr als ausreichend Leistung bieten.

Wissenswertes über Mini-PCs

Die Idee, die den extrem kompakten Mini-PCs von heute zugrunde liegt, reicht eigentlich bis in die späten 1990er Jahre zurück. Allerdings konnte sie sich aus gleich mehreren Gründen nie wirklich durchsetzen. Der erste Grund ist der, dass Computerkomponenten, wie etwa das Mainboard, die Festplatte, die Grafikkarte oder die Soundkarte, früher sehr groß waren. Zudem brauchte man eine Vielzahl verschiedener Komponenten. Allerdings war die Umsetzung eines hochperformanter Mini-PCs nicht bloß aufgrund des enormen Platzbedarfes für Hardware nahezu unmöglich. Hinzukam, dass Computerkomponenten wegen ihrer extrem hohen Leistungsaufnahme viel Abwärme produzierten und demzufolge hinreichend gekühlt werden mussten, was bis vor Kurzem noch nur mit ausreichend großen Gehäusen, vielen Lüftern sowie riesigen Kühlkörpern gewährleistet werden konnte. Dank des technischen Fortschritts werden Computerkomponenten aber nicht bloß immer kleiner, sondern zudem auch energieeffizienter, weshalb sie kaum noch gekühlt werden müssen. Außerdem erfüllen einzelne Komponenten immer mehr Aufgaben. So ist es fast schon normal, dass ein Mainboard über einen eigenen Grafikchip und eine integrierte Soundkarte verfügt. Zudem gibt es mittlerweile sogenannte APUs (Advanced Processing Units), bei denen sich um eine Kombination aus einem Prozessor (CPU) und einer Grafikkarte (GPU) handelt.

Mögliche Einsatzgebiete von Mini-PCs

Die Einsatzgebiete der ersten Mini-PCs beschränkten sich aufgrund des zu Beginn noch relativ geringen Leistungsvermögens auf typische Büroanwendungen, eine einfache Bildbearbeitung und dergleichen mehr. Alsbald konnten sich Mini-PCs dank ihres stetig ansteigenden Leistungsniveaus auch als sogenannte HTPC (Home Theater Personal Computer) beziehungsweise Multimediacomputer etablieren, zumal ihre extrem kompakte Bauweise eine denkbar unauffällige Aufstellung im heimischen Wohnzimmer erlaubt. Die hochmodernen Mini-PCs von heute können je nach Hardware sogar so leistungsstark sein, dass sie selbst das Spielen leistungshungriger Computerspiele erlauben. Man kann also sagen, dass kaum eine Aufgabe gibt, der ein Mini-PC nicht gewachsen wäre.

Fazit

Mini-PCs sind zweifelsohne überaus praktisch. Allerdings sind sie schon aufgrund der kompakten Bauweise ihrer Hardwarekomponenten zumindest derzeit noch deutlich teurer als ein vonseiten der Leistung entsprechender Desktop-PC, was auch der Grund dafür sein dürfte, warum so viele Leute sich ihre Mini-PCs einfach aus einzelnen Komponenten selber zusammenbauen.

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