Soundbars statt Lausprecher – das sollten Sie wissen

Soundbars statt Lausprecher - das sollten Sie wissen Zum vollendeten Filmgenuss gehört nicht nur ein gestochen scharfes Bild, sondern selbstverständlich auch eine stimmige Klangkulisse. Doch während die modernen Flachbildfernsehgeräte im erstgenannten Punkt kaum noch Wünsche offen lassen, können sie im zweitgenannten Punkt trotz des technologischen Fortschritts der letzten Jahre nur bedingt überzeugen. Folglich sind audioaffine Cineasten noch immer auf eine eigenständige Soundlösung in Form einer vollwertigen Surround-Anlage mit dazu gehörendem AV-Receiver oder alternativ dazu auf eine Soundbar angewiesen.

Was ist eine Soundbar?

Unter Soundbars versteht man längliche, flache Lautsprecherboxen, die Surroundsound simulieren sollen, indem sie den Schall der einzelnen Tonkanäle entsprechend zum Standort der einzelnen Lautsprecher einer „richtigen“ Surround-Anlage an die Zimmerwände werfen. Durch die dabei entstehenden Klangreflexionen gewinnt man dann den Eindruck, dass der Ton tatsächlich von der entsprechenden Richtung ausgehe. Eine Soundbar macht sozusagen aus den Zimmerwänden virtuelle Lautsprecher. Das hat zum Vorteil, dass man keine Kabel verlegen muss. Außerdem nehmen Soundbars kaum Platz in Anspruch, zumal sie eben nur aus einer einzigen Box oder je nach Modell aus einer Box und einem Subwoofer bestehen. Hinzukommt, dass Soundbars vonseiten ihres Designs für gewöhnlich perfekt mit dem Design moderner Flachbildgeräte harmonieren. Davon abgesehen ist eine Soundbar weitaus günstiger als eine vollwertige Surround-Anlage mit Verstärker. Der potenzielle Nachteil von Soundbars ist allerdings, dass die Qualität des virtuellen Surroundsounds maßgeblich von der vorherrschenden Raumakustik abhängt.

Oder doch lieber eine Surround-Anlage kaufen?

Eine kinoreife Surround-Anlage, die selbst höchsten Ansprüchen spielend gerecht wird, verschlingt gerne mehrere Hundert oder sogar einige Tausend Euro, zumal man neben der eigentlichen Anlage gemeinhin noch einen eigenständigen Verstärker beziehungsweise Receiver benötigt. Außerdem nehmen Surround-Anlagen schon aufgrund ihrer vier bis sechs als Satelliten bezeichneten Seitenlautsprecher, dem Center genannten Lautsprecher am Fernsehgerät und dem Subwoofer sehr viel Platz in Anspruch. Selbstverständlich müssen die Lautsprecher auch allesamt untereinander verkabelt werden, sofern man keine Anlage verwendet, bei der die Tonsignale per Funk übertragen werden. Dafür liefern Surround-Anlagen „echten“ und dadurch stets perfekten Raumklang, wohingegen die räumliche Klangwahrnehmung bei Soundbars stark von der Inneneinrichtung, der Ausrichtung der Wände, der Anordnung der Fenster sowie Türen oder ähnlichen Faktoren beeinflusst werden kann.

Fazit

Wer die Kosten für eine qualitativ hochwertige Surround-Anlage scheut oder einfach keinen Platz für eine Vielzahl an Lautsprechern hat, ist mit einer Soundbar gut beraten, zumal er Raumklang simulieren kann und schon deshalb im Vergleich zum gewöhnlichen Fernsehton eine deutliche Klangverbesserung verspricht.

Bildquelle: Ali Ender Birer – Fotolia

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