Das iPad als Navi: So klappt’s

ipadEin von Stiftung Warentest durchgeführter Vergleich hat eindeutig ergeben, dass Navigations-Apps für Smartphones in den meisten Fällen klassischen Auto-Navigationsgeräten überlegen sind. Anlass für den Test war der starke Rückgang der Navi-Verkäufe, der darauf zurückgeführt wurde, dass immer mehr Smartphone-Nutzern eher Navi-Apps verwenden würden.

Das iPad im Auto: die Voraussetzungen

Was mit Smartphones geht, geht natürlich auch mit Tablets – auch das iPad kann als mobiles, sehr flexibles Navigationsgerät eingesetzt werden. Wer sich auf seiner Route lieber von seinem ohnehin mitgenommenen iPad führen lassen will, muss dafür jedoch zunächst die Voraussetzungen schaffen. Die perfekte Navi-App für das iPad gibt es nicht, man sollte im Zweifel jedoch zu den Angeboten renommierter Hersteller greifen. Zudem benötigt man natürlich noch eine gute und sichere Befestigung für das iPad im Wagen. Das Display sollte gut erkennbar und spiegelfrei ablesbar sein, die Befestigung möglichst wackel- und drehsicher. Bei Änderung des Sonnenstands muss man ab und an dennoch den Displaywinkel etwas nachjustieren, und das sollte möglichst ohne Gefahr für das iPad und die anderen Verkehrsteilnehmer möglich sein. Lüftungsschlitz-Befestigungen haben sich bisher relativ gut bewährt, Saugnapf-Befestigungen in der Regel allerdings weniger, da das iPad durch seine Größe einen nicht geringen Teil der Windschutzscheibe bedeckt, und damit die Sicht einschränkt. An einen Stromadapter für das iPad (über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs) sollte man ebenfalls denken. Mithilfe des AUX-Anschlusses tönen die Navigationsanweisungen schließlich über die Autolautsprecher, was der Verständlichkeit zugutekommt.

GPS oder GSM-Navigation: eigentlich keine Frage

Beide Navigationsarten sind natürlich abhängig vom Empfang der entsprechenden Signale – allerdings kann man davon ausgehen, dass GPS-Signale rund um den Globus wesentlich verlässlicher empfangen werden können als GSM-Signale. Das große Problem bei der GSM-Navigation ist, dass auf der ganzen Strecke eine möglichst schnelle UMTS-Verbindung bestehen muss, um mit GSM reibungslos navigieren zu können. In weniger dicht besiedelten Gebieten könnte der GSM-Empfang Probleme bereiten. Was noch dazu kommt, ist, dass bei der Navigation über GSM im Ausland – und gerade dort ist man ja erst recht auf sein Navigationsgerät angewiesen – enorm hohe Roamingkosten anfallen können. Nicht alle iPad-Modelle verfügen allerdings über GPS – im Zweifelsfall verrät ein Blick in die Bedienungsanleitung, ob Assisted GPS vorhanden ist. Das neue iPad verfügt darüber hinaus sogar noch über GLONASS-Unterstützung.

Das bessere Navi

Professionell eingesetzt und betrieben ist das iPad – vor allem durch seine hohe Hardwareleistung und das große Display – wahrscheinlich das beste und bequemste Navigationsgerät für unterwegs. Leistung und Komfort werden von kaum einem anderen Gerät erreicht – geschweige denn übertroffen.
Bild: Dmitrijs Dmitrijevs – FotoliaSimilar Posts: