Kaufberatung: In-Ear-Kopfhörer

In-Ear-KopfhörerSie suchen Kopfhörer für unterwegs, die nicht zu klobig sind und sich leicht in Jackentasche verstauen lassen? Der Sound Ihrer Kopfhörer soll druckvoll und basslastig sein, die Hörer aber auch sicher am Ohr sitzen, ohne dass sie sich permanent vom Ohr lösen? Sogenannte In-Ear-Kopfhörer können die Lösung sein.

HiFi direkt im Ohr

Grundsätzlich funktionieren In-Ear-Kopfhörer wie winzige Lautsprecher: Sie verwandeln die elektrischen Signale des MP3-Players über einen Schallwandler in akustische Signale. Dazu schwingt eine von einem Elektromagneten bewegte Membran. Deren Schallwellen nehmen wir dann als Akustik wahr. Allerdings sind die Schallwellen sehr klein – ebenso wie die Bauform der In-Ear-Kopfhörer. Ein kleiner Trick macht aus den winzigen Wellen großen Klang: Die In-Ears passen optimal in den Gehörgang. Meist werden sogar unterschiedliche Formen aus Kunststoff mitgeliefert, um eine perfekte Passform zu garantieren. Und dadurch, dass der Gehörgang nach außen hin luftdicht abgeschlossen wird, entsteht ein sehr kleiner Resonanzraum, der sich auch von einem winzigen Kopfhörerantrieb soundstark ausfüllen lässt. Zudem hat der luftdichte Abschluss einen weiteren Vorteil: Störende Geräusche von außen dringen kaum noch ans Trommelfell, was Musikgenuss pur verspricht. Und: Dadurch, dass die winzigen Kopfhörer direkt im Gehörgang sitzen, fallen sie nicht so leicht aus dem Ohr. Doch gerade für Jogger reicht das meist nicht aus: Hier gibt es Modelle, die durch einen zusätzlichen Bügel an der Ohrmuschel optimal verankert werden – das hält auch, wenn es beim Sport mal so richtig heftig zur Sache geht.

Zusätzlicher Komfort

Doch nicht jeder mag das Gefühl, einen Knopf im Gehörgang zu haben. Hier gibt es alternativ sogenannte Ear-Bud-Kopfhörer, die in die Ohrmuschel eingehängt werden. Da diese Varianten aber nach wenigen Metern aus den Ohren herausfallen würden, gibt es auch hier Modelle, die über einen zusätzlichen Bügel einen festen Sitz am Ohr garantieren. Normalerweise können diese Kopfhörer aber weder vom Tragekomfort noch vom Sound her mit den In-Ears mithalten. Wenn Sie einen In-Ear-Kopfhörer für den Sport suchen, dann sollten sie neben dem Klang und der optimalen Passform noch einen zusätzlichen Punkte in Betracht ziehen: Wer Sport treibt, schwitzt. Und normale In-Ear-Modelle können Wasser nicht gut vertragen: Hier kann es nach kurzer Zeit zu Aussetzern oder Klangeinbußen kommen – von langfristigen Schäden an der Elektronik mal ganz abgesehen. Achten Sie beim Kauf also unbedingt auf die Angabe von „wasserfest“ oder „schweißsicher“. Wenn Sie als Zuspieler statt eines MP3-Players ein Smartphone benutzen, können Sie sich überlegen, ob Sie zu einer Variante mit Mikrofon und Steuerungstasten greifen. Diese Modelle werden vor allem für die Besitzer von iPhones und iPods angeboten (ab ca. 20 Euro).

Vorsicht im Straßenverkehr

Einer der großen Vorteile von In-Ear-Kopfhörern ist zugleich auch ein Nachteil: Durch die Platzierung direkt im Gehörgang entsteht nicht nur ein prima Resonanzraum für optimale Beschallung – sie schirmt auch vor äußeren Einflüssen ab. Soll heißen: Ein herannahendes Auto wird nicht mehr gehört, im besten Fall nur noch gesehen. Jogger und Radfahrer sollten In-Ear-Kopfhörer daher nur abseits von Straßen nutzen oder alternativ mit verminderter Lautstärke genießen. Aktive Systeme mit so genannter „Noise-Cancelling“-Elektronik sind daher nicht für jeden geeignet. Ebenfalls nur bedingt geeignet: Modelle mit Raumklang oder Surround-Sound. Optimal für Sportler sind In-Ear-Kopfhörer mit Bügel. Sie gewähren sicheren Halt beim Sport. Wer darüber hinaus darauf achtet, dass das Modell wasserfest ist, kann sich lange über kernige Sound-Untermalung beim Sport freuen.

Bild: Bluekea – FotoliaSimilar Posts: