Online-Schlichter helfen bei Streitigkeiten im E-Commerce

Der Online-Umsatz an Waren und Dienstleistungen wächst stetig, damit steigt auch die Anzahl an Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Internet-Shops. Bei einem Streit, der sich im direkten Kontakt nicht lösen lässt, können Sie sich gebührenfrei an eine Schlichtungsstelle wenden.


Kostenlose und unbürokratische Schlichtung im Internet

In vielen Rechtsbereichen haben Bundesländer bereits Schlichtungsstellen installiert: Damit wollen sie Prozesse und damit eine Belastung der Justiz verhindern. Angesichts steigender Fallzahlen bei Online-Geschäften organisieren die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz seit 2009 auch eine Schlichtung für den E-Commerce. Als Träger des Projekts zeichnet sich das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz verantwortlich. Auf deren Internetseite können Sie Beschwerden in ein Formular eingeben, die Schlichter kümmern sich dann um den Vorgang. Sie benötigen hierfür die Angabe des Webshops, die Beschreibung des Problems und eventuelle Belege wie ein Widerspruchsschreiben. Die Schlichtungsstelle wendet sich dann an den Webshop und macht klar, dass Ihre Rechte gesetzlich festgeschrieben sind. Das Konzept geht auf: Laut dem ZEV konnte es bisher 66 % der Fälle zur Zufriedenheit der Verbraucher lösen. Die Verfahrensdauer beträgt durchschnittlich nur eineinhalb Monate. Der juristische Weg würde viel länger dauern.

Guter Wille des Webshops als Voraussetzung: Betrüger juristisch bekämpfen

Dennoch bleibt Ihnen in manchen Fällen nichts anderes übrig, als Fachanwälte, wie Sie sie z.B. unter http://www.anwaltskanzlei-online.de/ finden, zu engagieren. Die Schlichtung kann nur zum Erfolg führen, wenn es sich um einen seriösen Webshop handelt. Ein solcher Anbieter möchte nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden. Betrüger wollen stattdessen allein Geld verdienen und hoffen, dass die Kunden irgendwann aufgeben. Von Schlichtern lassen diese sich nicht beeindrucken. Scheitert eine solche Schlichtung, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Kriminellen Ihr Geld anvertraut. Dann sollten Sie sofort eine Kanzlei einschalten, um Ihr Recht auf juristischem Weg durchzusetzen.

So fallen Sie nicht auf Betrug herein

Bestenfalls erkennen Sie dubiose Webshops bereits, bevor Sie einen Kaufvertrag abschließen. So sollten Sie beispielsweise nach einem Impressum sowie nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen suchen. Das Gesetz schreibt beides vor. Sie können bei unbekannten Anbietern auch über eine Suchmaschine recherchieren, ob Kunden über negative Erfahrungen berichten. Orientieren sollten Sie sich zudem an Gütesiegeln für E-Commerce, wie sie unter anderem der TÜV und Trusted Shops vergibt.

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